21.01.2022
„SMART Warehousing mit RTLS & Co.“ –
Die Transformation der Intralogistik
Die Intralogistik ist bereits hochmodernisiert, arbeitet mit modernster Technologie, wodurch Warehouse- und Lieferketten-Prozesse digitalisiert und automatisiert werden, um Mitarbeiter zu entlasten. Denn Faktoren wie Leistungsfluktuationen und personelle Ausfälle, insbesondere in Zeiten der Pandemie erschweren eine zuverlässige Planbarkeit der Lieferkette. Zudem kommen interne und externe unvorhersehbare Ereignisse, die sich auf die Funktionsfähigkeit der Supply-Chain-Strategie auswirken und den Material- und Transportfluss verzögern können.
Schnelle Lieferzeiten sind eines der wichtigsten Kundenbedürfnisse, unabhängig ob für e-Commerce oder für Zulieferer der Prozess- / oder diskreten Industrie und Produktion.
Aktuelle Herausforderungen und Ziele in der Intralogistik:
• Hoher Qualitätsstandard bei steigender Wirtschaftlichkeit
• Verkürzte Durchlaufzeiten bei gleichzeitig hoher Auslastung der Anlagen und Transportflotte
• Reduzierung administrativer, manueller Prozesse um Mitarbeiter für qualitative Aufgaben einzusetzen
Mit Hilfe von SMARTEN Technologien, wird bereits versucht manuelle/menschliche Schnittstellen und Arbeitsschritte zu reduzieren. Umso mehr Prozessschritte von einem System automatisch durchgeführt werden, desto weniger Fehler entstehen potentiell im intralogistischen Workflow. Gleiches gilt für die Kosteneffizienz.
SMART bedeutet aber auch, dass Daten aus der Vergangenheit genutzt werden um Maßnahmen zur Reduzierung der Durchlaufzeit abzuleiten. Durch die Auswertung von Materialflussanalysen können Durchlaufzeitentreiber identifiziert und die Potenziale zur Verbesserung und Vermeidung von Verlusten aufgezeigt werden. So können beispielsweise Routen von intralogistischen Transportfahrzeugen, wie Gabelstaplern, AGV´s oder Routenzügen analysiert und optimiert werden, um dadurch Prozesszeiten zu verkürzen.
Über Forecasts aus den entsprechenden ERP / EWM Systemen können Bedarfsschwankungen erkannt werden, um Waren nachfragegerecht einzukaufen.

Sind diese SAP Systeme an RTLS Plattformen wie INTRANAV.IO gekoppelt, können die Waren im Inbound zu 23% schneller, durch Automatisierung von manuellen Arbeitsschritten und intelligenten IoT-Logiken über den Shopfloor bewegt und eingelagert werden. So erfolgt beispielsweise bereits die Warenannahme beim Entladeprozess der LKWs an den Lieferanten-Gates nach Priorisierungsprinzip, um Kosten für Standzeiten zu reduzieren und die Entlade- und Kommissionier-Prozesse zu beschleunigen. Dabei wird dem Staplerfahrer über ein Dashboard angezeigt, welches Tor er als nächstes Entladen soll und wie viele Einheiten bereits entladen sind. Diese Informationen erhält der Fahrer in Echtzeit!
KPI- und Prozess-Überwachung auf dem Shopfloor
Neben der Prozessbeschleunigung behalten die Schichtleiter alle Shopfloor-Bewegungen als digitalen Spiegel über die INTRANAV.IO Plattform im Auge. Somit werden sämtliche Bewegungen der Objekte auf tausenden Quadratmetern Fläche digital erfasst und auf Ihrem Bildschirm oder Tablet abgebildet.
Die Echtzeitdaten der Positionsbewegungen von der Kommissionierung bis zur Ausbuchung können in elektronische Shopfloor-Dashboards übermittelt werden, wodurch Mitarbeiter und Warehouse-Verantwortliche alle Umschlagszahlen auf einen Blick überwachen können. Kommt hier etwas ins Stocken, kann direkt identifiziert werden, wo der Fehler oder das Problem liegt.
Diese Prozesse können bis hin zur Einlagerung und den weiteren Warenbewegungen auf dem Shopfloor an die Produktionslinie oder bis zur Bereitstellung zum weiteren Versand mit Echtzeit-Ortungsdaten und der integrierten INTRANAV IoT Plattform sowie intelligenten Applikationen wie den INTRANAV.APPs unterstützt und effizient gesteuert werden.
Diese Echtzeit-Informationen können auch genutzt werden, damit Logistikdienstleister und Versanddienstleister (3-PL bzw. KEP) vorzeitig benachrichtigt werden, um Beispielsweise Ladelisten zu übermitteln.
Einhaltung von Compliance Richtlinien

SMART heißt auch das „Compliance“ einfacher durchgeführt werden kann. Das Zweiaugenprinzip ist nicht mehr notwendig, denn die Echtzeit-Positionsdaten der Warehouse-Objekte sind 24/7 in den jeweiligen SAP ERP/WMS Systemen oder über INTRANAV.APPs wie dem „Inventory Manager“ abrufbar. Entsprechend können die Ortungsdaten zuverlässig die Bestandsinventarisierung ersetzen, da diese Systeme bereits die Daten liefern.
Hindernisse bei der Einführung von SMART Warehousing
Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen können sich Kapazitätsengpässe, Budget-Fehlplanungen und zu hoch gesteckte Ziele negativ auf die Umstellung zum digitalen Warehouse auswirken. Empfehlenswert ist es, sich Berater an Board zu holen oder mit Digitalisierungs-Experten auszutauschen und mit kleinen Digitalisierungsprojekten zu beginnen. SMART ist, wenn von Anfang an darauf geachtet wird, dass diese Projekte und Use Cases einfach skalierbar sind, wie es beispielsweise mit RTLS der Fall ist. Diese lassen sich schnell auf weitere Bereiche und Standorte ausrollen, aber eben auch an sämtliche Hardware als auch industrielle Software, wie SAP, Oracle, Salesforce oder Analyse-Software über eine Schnittstelle anbinden.
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Die Zukunft des SMART Warehousing und Intralogistik 4.0
In der Zukunft gibt es nicht mal mehr Licht im Warehouse weil, Roboter kein Licht benötigen. Es gibt max. einen humanoiden Operator pro Warehouse der prüft das die Roboter / AGVs das tun was sie sollen. Die Zukunft des smarten Warehouse fängt beim produzierenden Unternehmen an und hört beim Endkunden auf. Smart Warehouse wird nicht mehr nur auf die Lagerhalle limitiert sein. Ganzheitliche und schlanke Ansätze werden zur Verbesserung führen. Besonders die Nachhaltigkeit kann dadurch verbessert werden.
So können zukünftig beispielsweise Anhand von Social Media Daten und globalen Wirtschaftsinformationen direkte Handlungsvorschläge abgeleitet und empfohlen werden. Siehe „Chip Kriese“. So wurden die gesamten Lieferanten in das Ausland „outsourced“ um Geld zu sparen, wobei es keinen Notfallplan für die sogenannte Second-Source gab. Dies wird voraussichtlich zukünftig durch intelligente Logiken, die in Forecast Monitoring, Big Data und IoT Intelligence Systeme integriert sind vorhersehbar sein.